Sonnenuntergang
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Ein amerikanisches Ehepaar

Das ganze Wochenende hat unser Dorf die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses gefeiert. Ich habe mich da kaum blicken lassen. Es reichte, dass Papa als freiwilliger Feuerwehrmann da war und meine Mama beim Kuchenverkauf geholfen hat. Am Samstag klingelte mein Handy. Papa war dran. Es wären zwei Amerikaner am Feuerwehrhaus, die ihre Verwanstschaft suchen. Ich dachte mir, dass mein Vater mich auf den Arm nimmt. Was wollen Amerikaner in unserem kleinen Dörfchen? Außerdem bin ich nicht die einzige, die englisch spricht. Auf dem Fest sollte doch irgendwer sein, der dolmetschen kann. Ich vermute, dass alle zu besoffen waren, um sich mit den Amerikanerin zu unterhalten. Also bin ich zum Feuerwehrhaus gegangen. Und tatsächlich wartete dort ein älteres Pärchen. Die beiden waren supernett und ich bin erstaunt, wie fließend ich mich mit ihnen unterhalten konnte. Ich hätte nicht gedacht, dass mein Englisch so gut ist. Während der nächsten Dreiviertelstunde zeigte ich den beiden unser Dorf und wo ihr Verwandten vermutlich mal gewohnt haben. Zum Schluss wollten sie noch den Friedhof sehen, wo ich mich verabschiedet habe. Das Paar hat hat jetzt ein Foto von mir und ich eine tolle Erinnerung. Wir haben über Gott und die Welt geredet und mir fehlten nur selten Vokabeln. So etwas werde ich in nächster Zeit nicht noch mal erleben. Ich bin stolz, wie souverän ich die Situation gemeistert habe. Nicht nur, dass ich keine Ahnung hatte, wo ihre Verwandten lebten - mein Vater hat mir nachher ausgeholfen - nein, ich bin auch schrecklich schüchtern. Obwohl die beiden mir völlig fremd waren, fühlte ich mich wohl als Touristenführer.
11.5.15 15:12
 
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